MORAS+MINKOWSKI
ILIAS. Eine Inszenierung mit Flüchtlingen aus Bosnien und Herzegowina
Premiere am 27. März 2010. Weitere Spieltermine: 28. März und 1.+2.+3. April 2010, jeweils 20.30h im HEIMATHAFEN NEUKÖLLN. Im Anschluss an die Vorstellung am 1. April findet ein Publikumsgespräch mit Bosiljka Schedlich, Gründerin von südost Europa Kultur e.V., statt.
Gastspiele am 08.05.2010 auf der szene:POLEN in Dresden und am 14.07.2010 auf dem KALTSTART-Festival in Hamburg
Download: Infomaterial zum Ilias-Projekt als pdf
Als die Kriege im zerfallenden Jugoslawien Europa erschütterten, flohen viele Menschen aus ihrer Heimat, einige leben heute in Berlin. Mit fünf Laiendarstellerinnen aus Bosnien und Herzegowina und zwei Schauspielern untersucht die Inszenierung die Anatomie des Krieges.
Die Ilias erzählt vom Krieg als einer Abfolge von privaten Einzelentscheidungen mit globalem Ausmaß. Der Krieg ist im zehnten Jahr und ein Ende nicht abzusehen. Alle wollen nach Hause – die Flüchtlinge in ihre zerstörten und geplünderten Städte rund um Troja, die Griechen und ihre Verbündeten zu ihren Familien. Doch viele werden ihre Heimat verlieren, ihre Angehörigen oder ihr eigenes Leben.
Das Lager vor Troja wird zum Flüchtlingscamp der 90er Jahre, das Provisorium ist für seine Bewohner längst Normalität geworden, die Ausnahmesituation zum Alltag. Hier werden Strategien gesponnen, Intrigen ausgeheckt, gefeiert und getrauert.
Die Laiendarstellerinnen haben Krieg und Flucht erlebt. Ihre Erfahrungen geben der Ilias eine konkrete Perspektive, während der antike Text Strukturen offen legt, die auch auf dem Balkan Gültigkeit besaßen.
Konzept & Regie: KRZYSZTOF MINKOWSKI, DIRK MORAS
Bühne & Kostüm: KONRAD SCHALLER | Bühnenbildassistenz: ALEKSANDRA PAVLOVIĆ
Produktion: PARALLELWERK | Presse: KATJA KETTNER
Es spielen: BEGZADA ALATOVIĆ, RAZA ALIĆ, SENA ČALUKOVIĆ, VASVIJA GRBO, JONAS LITTAUER, SEKA MUJKIĆ, NIKOLAI PLATH
Eine Veranstaltung von neuropolis – culture at work e.V.
In Kooperation mit südost Europa Kultur e.V. und dem Theaterhaus Berlin
Das Projekt wird gefördert von:
dieGesellschafter / Aktion Mensch, Kulturamt Neukölln und Senatskanzlei für kulturelle Angelegenheiten Berlin.

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